{"id":1204,"date":"2018-08-20T21:44:21","date_gmt":"2018-08-20T21:44:21","guid":{"rendered":"https:\/\/sofa-ms.de\/?p=1204"},"modified":"2018-08-20T21:44:21","modified_gmt":"2018-08-20T21:44:21","slug":"rwe-lehnt-nach-gespraechen-mit-anti-atominitiativen-den-ausstieg-aus-urananreicherung-in-gronau-strikt-ab-waffenfund-bei-urenco-gronau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sofa-ms.de\/?p=1204","title":{"rendered":"RWE lehnt nach Gespr\u00e4chen mit Anti-Atominitiativen den Ausstieg aus Urananreicherung in Gronau strikt ab &#8211; Waffenfund bei Urenco Gronau"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif; font-size: 16px;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">33 Jahre nach der Inbetriebnahme der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (15.08.1985) hat im RWE-Tower in Essen erstmalig ein Gespr\u00e4ch zwischen RWE, dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Urenco Deutschland und Anti-Atomkraft-Initiativen sowie Umweltverb\u00e4nden stattgefunden. In scharfer Form kritisieren die Verb\u00e4nde und Initiativen, dass die RWE-Spitze am unbefristeten Weiterbetrieb der umstrittenen Uranfabrik in Gronau festh\u00e4lt. <\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif; font-size: 16px;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Obwohl die m\u00f6gliche Verkn\u00fcpfung mit dem US-Atomwaffenprogramm weiter auf der Tagesordnung steht, reagierten die Vertreter von RWE und Urenco Gronau mit angeblichem Nichtwissen auf Fragen der AtomkraftgegnerInnen nach den \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Vertragsvereinbarungen zwischen dem Urenco-Konzern und der TVA (Tennessee \u2013Valley &#8211; Beh\u00f6rde), das seine Tritium \u2013 Erzeugung jetzt auf zwei amerikanische Atomkraftwerke ausweiten wird. Tritium wird f\u00fcr den Sprengk\u00f6rper bei Atomwaffen eingesetzt. Bez\u00fcglich der Einhaltung von internationalen Kontrollvertr\u00e4gen (Atomwaffensperrvertrag und Vertrag von Almelo) sahen RWE und Urenco keine eigene Verantwortung. Das l\u00e4ge in der Verantwortung der Politik und der Atomaufsichtsbeh\u00f6rden. Ein solches Ma\u00df an systematischer Verantwortungslosigkeit auf der Seite von RWE ist nicht hinnehmbar.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif; font-size: 16px;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Laufende Gespr\u00e4che \u00fcber einen m\u00f6glichen Verkauf der Urenco mit einem US \/ japanischem Konsortium wurden dementiert. Auch g\u00e4be es keinerlei Gespr\u00e4che mit der Bundesregierung \u00fcber eine m\u00f6gliche Entsch\u00e4digung im Falle einer Stilllegung der Anlage in Gronau.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Bei der Frage nach Verantwortung des Unternehmens f\u00fcr die Lieferkette und die Einhaltung der Menschenrechte beim Abbau und der Verarbeitung des Urans, sahen die RWE Vertreter keine Konzernverantwortung<\/span><span style=\"color: #365f91;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">.<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"> Wir sind aber der Meinung, dass j<\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">edes Unternehmen seine eigene Verantwortung innerhalb der Lieferkette hat, so muss auch Urenco daf\u00fcr sorgen, dass die Herkunft des Urans eindeutig offengelegt wird und Land &#8211; Menschen &#8211; und Arbeitnehmerrechte durchgesetzt \u00a0werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif; font-size: 16px;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Urenco Deutschland beantwortete einige Detailfragen zur Gronauer Anlage und zur seit Jahren ungenutzten Uranoxid-Atomm\u00fcll-Halle, die nach seiner Aussage vermutlich auch in den kommenden f\u00fcnf Jahren nicht in Betrieb genommen wird. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif; font-size: 16px;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Bez\u00fcglich den Fragen nach dem zu entsorgenden Atomm\u00fcll aus Gronau erfuhren die AtomkraftgegnerInnen, dass Urenco abgereichertes Uranhexafluorid auf seinem Gel\u00e4nde erneut zur Urananreicherung benutze, falls der Kunde nicht \u00fcber eigene Uranvorr\u00e4te verf\u00fcge. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif; font-size: 16px;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Die erschreckenden Nachrichten \u00fcber gefundene Waffenteile im Urenco Werk Gronau, sorgten nur wenige Stunden nach dem Gespr\u00e4ch in\u00a0 Essen f\u00fcr Irritationen bei den Atomkraftgegnern. Man muss davon ausgehen, dass die Vertreter von RWE und Urenco von dem Vorfall wussten und ihn bewusst verschwiegen haben. Genau wie auch auf viele der Fragen ausweichend oder gar nicht geantwortet wurde. Dast ist das Gegenteil der von RWE angek\u00fcndigten Transparenz auf die stetigen Fragen w\u00e4hrend der Aktion\u00e4rsversammlungen, die mit diesem Treffen auch gekl\u00e4rt werden sollten.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Consolas,serif; font-size: 16px;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Obwohl RWE bei den Fragen abblockte und nicht ansatzweise kooperativ war, wollen die Initiativen und Verb\u00e4nde mit dem Konzern im Gespr\u00e4ch bleiben. Die Initiativen haben einen Fragenkatalog mit 25 Fragen erstellt und warten auf die zugesagte Beantwortung. Die Forderungen nach sofortiger Stilllegung der UAA und der RWE-Atomkraftwerke Lingen und Gundremmingen bleiben bestehen &#8211; und werden auch weiterhin durch Proteste untermauert werden.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>33 Jahre nach der Inbetriebnahme der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (15.08.1985) hat im RWE-Tower in Essen erstmalig ein Gespr\u00e4ch zwischen RWE, dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Urenco Deutschland und Anti-Atomkraft-Initiativen sowie Umweltverb\u00e4nden stattgefunden. 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