Widerstand gegen Ahauser Dauer-Atommülllager wächst

Am vergangenen Sonntag demonstrierten 150 Menschen trotz Starkregen vor dem Ahauser Atommülllager, vor der gestrigen Sondersitzung (auf Wunsch der CDU!) des Ahauser Stadtrates fand eine weitere Mahnwache statt. In der Sondersitzung einigten sich alle Parteien im Stadtrat darauf, juristisch gegen die Genehmigung der Bezirksregierung Münster vorzugehen, dass nun schwach- und mittelradioaktiver Abfall bis 2057 in Ahaus gelagert werden darf. Denn die Halle selbst hat nur eine Betriebsgenehmigung bis 2036! Die Entsorgungskommission gibt die Haltbarkeit der Fässer mit 20 Jahren an – davon sind bei den ältesten nun bereits 10 Jahre um! Die Stadt Ahaus will das juristische Vorgehen nun mit Anwälten prüfen. Die Bezirksregierung hat das Jahr 2057 gewählt, weil die Einlagerung im Endlager Schacht Konrad solange dauern soll. Dabei ist immer noch offen, ob und wann Schacht Konrad in Betrieb geht, bisher wurde die Inbetriebnahme immer wieder verschoben. Dem aktuellen Stand von Sicherheit und Technik entspricht das alte Eisenbergwerk schon lange nicht mehr… Gleichzeitig soll in Würgassen auf dem alten AKW-Gelände ein zentrales Atommülllager entstehen, von dem aus die Fässer ebenfalls nach Konrad gebracht werden. Sicher ist also nur, dass weiterhin Atommüll von A nach B geschoben wird sowie alte Hallen und „Zwischen“lager weitergenutzt werden und eine sichere Entsorgung nicht in Sicht ist.