Hochbrisant geht es beim Urananreicherer Urenco zu: Die britische Regierung möchte jetzt auch ganz offiziell für ihr militärisches Atomprogramm angereichertes Uran von Urenco – z. B. zum Antrieb von (neuen) Atom-U-Booten. Da die britische Regierung Anteilseigner von Urenco ist, war dieser Wunsch im Zeitalter von Putin und Trump wohl nur eine Frage der Zeit. Die NL-Regierung hat schon öffentlich zugestimmt – und wir gehen davon aus, dass auch die Bundesregierung zustimmt oder schon zugestimmt hat. Die drei Regierungen beaufsichtigen Urenco ja gemeinsam.
Das wirft viele Fragen auf:
Lässt sich die Bundesregierung als Gegenleistung von GB atomare Garantien geben? Inwieweit ist die Gronauer Urenco-Techniktochter UTD in die Entwicklung dieses neuen Reaktorbrennstoffs für die U-Boote mit eingebunden? Werden evtl. AKW in GB beliefert, die dann auch Tritium für die Atomsprengköpfe produzieren?
Fakt ist jedenfalls, dass die Zivilklausel von des Urenco-Vertrags von Almelo deutlich und bewusst beiseite geschoben wird – und das von der Bundesregierung als Geheimsache einfach aus der Öffentlichkeit rausgehalten wird. Die militärische Nutzbarkeit der Urananreicherung wird auch bei Urenco immer realer – und das trifft den Gesamtkonzern, also auch Gronau, die deutschen Anteilseigner RWE und EON sowie die Zentrifugentochter ETC in Jülich!
Hier zwei Artikel zum Thema:
