Info-Abend in Hamm: Land NRW soll für AKW-Abriss zahlen

Mehr als 30 Interessierte informierten sich vergangene Woche in Hamm über die Insolvenz der HKG (Hammer Kernkraft GmbH, Homepage der HKG nicht aktuell) und die Folgen für Hamm, Ahaus und NRW:

Auf das Land NRW kommen möglicherweise 1,5 Mrd. € Kosten für den Rückbau des Reaktors THTR Hamm zu. Die zuständige Ministerin der Atomaufsicht, Mona Neubaur, behauptete im November 2025 auf unsere 2. Nachfrage noch, dass alles gut geregelt sei. Im Grunde genommen ist aber über den Rückbau des THTR-Reaktors überhaupt kein Vertrag abgeschlossen worden, der für die HKG eine Verpflichtung zur Zahlung weiterer Mittel vorsieht. Dieser Sachverhalt war schon 1995 und früher klar aufgezeichnet. Die HKG Anteilseigner RWE, E.on und einige Stadtwerke haben sich mit der Insolvenz der HKG nun aus der Verantwortung entlassen. Da alle beteiligten Firmen „GmbH’s“ sind / waren, ist die Insolvenz für sie folgenlos. Es gibt auch keine Durchgriffshaftung, mit der z.B. RWE bei einem Bilanzgewinn vo 4,5 Mrd. € zu Zahlungen verpflichtet werden kann. Die NRW-Atomaufsicht hat nun für gut ein Jahr eine neue GmbH gegründet, die für den Reaktor verantwortlich ist. Das war nötig, um eine Versicherung abschließen zu können.

Die gesetzliche Verpflichtung der HKG für den Rückbau des Reaktors und die ordnungsgemäße Handhabung der Brennelemente-Kugeln, die in 305 Castor-Behältern im Zwischenlager Ahaus lagern, kann nun nicht mehr durchgesetzt werden. Die ersten THTR-Castoren verlieren 2032 ihre Zulassung. Die BGZ als bundeseigene Zwischenlagerbetreiberin hat nun die Verantwortung, unternimmt aber offenbar nichts, um die weitere Sicherheit der CASTOREN technisch und wissenschaftlich begründet genehmigen zu lassen.

Infos zum THTR bei Wikipedia, die Homepage der HKG nicht aktuell (und war es bezüglich der ganzen Pannen auch nie…)