näXter Uranmüll-Export: 9. Dezember

Vergangene Woche traf der Uranmüll von vorletzter Woche per Schiff in St. Petersburg ein, wo es erste öffentliche Proteste gab. Auch die Tagesschau berichtete dazu! Auch am Zielort, der geschlossenen Stadt Novouralsk, gab es eine erste kleine Protestaktion, ebenso in Moskau und anderen Städten – es tut sich was, weil die unsere Proteste hier in NRW von russischen Umweltschützer_innen genau verfolgt und als große Unterstützung gewertet werden.

Vor ein paar Tagen trafen aber auch wieder die leeren Uranwaggons an der Urananreicherungsanlage (UAA) ein und wir gehen deshalb derzeit davon aus, dass der nächste Uranmüllzug schon am Montag, 9. Dez., in Gronau startet.

Wir bereiten bereits wieder Mahnwachen vor – und hoffen sehr, dass diesmal weitere Orte entlang der Bahnstrecken von Gronau über Münster und Hamm Richtung Venlo und Amsterdam dazukommen. Egal, um wieviel Uhr der Zug dann tatsächlich am Montag oder Dienstagmorgen kommt, es zählt zuallererst, dass überhaupt was passiert in den Orten, die Presse informiert wird und ggf. auch der Stadtrat angefragt wird. Da gibt es auch mit wenig Leuten viele Möglichkeiten zum sinnvollen Handeln.

An der Südroute liegen von Hamm: Bönen-Unna-Holzwickede-Schwert

An der Nordroute liegen von Hamm: Bergkamen-Lünen-Waltrop-Dattel

Lasst uns jetzt nicht locker lassen und gemeinsam gegen den unverantwortlichen Uranmüllexport demonstrieren und den Menschen in Russland zeigen, dass wir es von Urenco (RWE, Eon) und Rosatom nicht hinnehmen, Russland als Atomklo zu nutzen und hier weiter Atommüll zu produzieren.

Dies wird seit Ende Mai leider schon der 10. Transport sein – mehr dazu im Hintergrundpapier.

Rosatom kündigte in Russland zudem an, für die Beseitigung der riesigen UF6-Berge in Zukunft sogar neue Schnelle Brüter bauen zu wollen und das UF6 dann für plutoniumhaltige MOX-Brennelemente einzusetzen. Atommüll lässt sich aber nicht restlos verwerten – der Atommüllberg nimmt durch die ganzen Verarbeitungsschritte eher zu und auch ein schneller Brüter produziert hochradioaktiven Abfall und ist nur unter Inkaufnahme eines Super-GAUs zu betreiben.