Update: Am kommenden Montag, 27. Juli, 18 Uhr Protest-Mahnwache vor der Brennelementefabrik Lingen, Am Seitenkanal 1!!
Wir hatten es befürchtet, doch nun ist es trotz aller Proteste Realität: Das niedersächsische Umweltministerium hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium und dem Kanzleramt den Einstieg des Kreml-Atomkonzerns Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen genehmigt. Mit dem Kreml-Know-How und russischem Uran sollen aus dem Emsland vom französischen Atomkonzern Framatome osteuropäische AKW sowjetisch-russischer Bauart mit sechseckigen „russischen“ Brennelementen beliefert werden. Wir sind extrem empört und besorgt über den Kniefall von Bund und Land vor der französisch-russischen Atomkooperation. Das ist atompolitisch und geopolitisch das völlig falsche Signal.
Noch ist die Genehmigung aber nicht mit Sofortvollzug versehen, sodass Klagen aufschiebende Wirkung hätten. Aber Framatome kann natürlich auch den Sofortvollzug beantragen. Es bleibt also spannend.
Und wir werden natürlich weiter gegen diesen atomaren Wahnsinn protestieren und fordern heute erneut entschieden die Stilllegung der Uranfabrik in Lingen sowie der Urananreicherungsanlage im benachbarten Gronau (s. aktueller Artikel). Es ist krass, dass sich die Bundesregierung sowohl zivil wie militärisch wieder auf den Atompfad begibt und Framatome und Urenco soviel Freiraum lässt, um ihre atomare Zukunft mit allen Mitteln und allen „Partnern“ auf Biegen und Brechen fortzusetzen!
