- Castor-Transporte Nr. 9 und 10 am Dienstag und Mittwoch erwartet
- Atomkraftgegner:innen flexibel mit Protesten an verschiedenen Orten: Gescher, Ahaus, Duisburg, Jülich
- Brücken müssen überwacht werden – auch ohne Proteste
Da die 152 Castor-Behälter offenbar nur als Einzeltransporte von Jülich nach Ahaus gebracht werden können, kann bei der Polizei offenbar keine Rücksicht auf die Ferien genommen werden. Für den heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch starten nach Informationen der Anti-Atomkraft-Initiativen die Castoren Nr. 9 & Nr. 10, in der Woche darauf dann Nr. 11 & Nr. 12. Wir werden mit flexiblen Protesten an verschiedenen Orten weiterhin auf den gefährlichen Irrsinn der Castor-Transporte aufmerksam machen: Brücken, die nur in Schrittgeschwindigkeit passiert werden können, 152 Einzeltransporte und Lagerung des Atommülls auf Jahrzehnte in Ahaus in einer der ältesten Lagerhallen, deren Sicherheitsstandard weit hinter später errichteten Hallen zurückbleibt – das ist Atommüllpolitik ohne Perspektive!
Diese Woche wird es an beiden Tagen abends ab 20 Uhr in Jülich jeweils am Forschungszentrum und am „Königshäuschen“ nahe der Autobahnauffahrt Mahnwachen geben. Nahe Ahaus ist am Dienstag eine Protest-Aktion auf einer Autobahnbrücke geplant, am Mittwoch dann in Duisburg. Unterstützung unterhalten die Anti-Atomkraft-Initiativen von der Bundestagsabgeordneten Mareike Hermeier, in deren Ahauser Büro Mittwoch abend um 20 Uhr die Linke NRW zu einer Info-Veranstaltung einlädt und ab 22 Uhr bei Teppich Janning eine Mahnwache organisiert.
Lückenhafter Polizeischutz – aber kleinkarierter Umgang mit Protest-Symbolen
Beim 7. und 8. Castor-Transport von Jülich nach Ahaus waren vergangene Woche offenbar wieder nicht alle Brücken durch die Polizei gesichert. Atomkraft-GegnerInnen gelangten auf Brücken und machten so deutlich, wie leicht Sabotage und Anschläge möglich wären. Gleichzeitig versuchte die Polizei aber, angemeldete Protest-Mahnwachen auf Brücken zu verhindern und stellte diese als besonders gefährlich dar. Wird der Schutz des Castors durch die Polizei also nur gewährleistet, wenn auch etwaige Sabotage-Akte vorher angemeldet werden? Bei jeder Mahnwache wird kleinkariert etwas beanstandet, erst waren es die Tennisbälle, die die Brennelementekugeln symbolisieren, dann als Atommüllbehälter angemalte Konservendosen. Jüngst wurden auch Presse-Ausweise durch die Polizei abfotografiert. Die Gesamtproblematik der jahrelangen Transportserie mit Gefahren durch Drohnen und Sabotage sind offenbar egal!
Für den 9. Castor am Dienstag ist um 20 Uhr eine Kundgebung an der Brücke der L571 über die A31 angemeldet, danach gibt es noch eine Fahrrad-Demo über zwei Autobahnbrücken. Wir rufen dazu auf, dort mit uns angesichts der Sicherheitsprobleme den Abbruch dieser riesigen Atommüllverschiebung zu fordern.
