Castor-Route nicht mehr geheim – dafür aber „sicher“ vor Drohnen

Das Bundesverkehrsministerium hat am Donnerstag die Castor-Route zwischen Jülich und Ahaus veröffentlicht – und zwar in Form einer Drohnen-Flugverbotszone. Ein weiterer Fall von rein formal-juristischem Handeln statt langfristiger und praxisnaher Sicherheitskultur beim Umgang mit Atommüll. Ob das Ganze so geplant war, ist unklar, denn sowohl der Text als auch die Karte verschwanden am Freitag wieder von den Internetseiten des Ministeriums. Der WDR berichtet ausführlich, die BI Ahaus hat die schöne Karte direkt für ein Sharepic zu den Tag X Demos genutzt. Deutlich wird aber auch, es gibt zwar eine Ausweichroute rund um Mönchengladbach, aber ansonsten ist die Route eindeutig und folgt damit den Sicherheitsvorgaben: Möglichst direkte Route, möglichst viel Autobahn. Allerdings war auch immer von Ausweichrouten als Sicherheitskriterium die Rede. Aber die A42 ist offenbar die einzige Route, die für Schwerlastverkehr mit 130t Castoren möglich ist.

Wegen Sperrungen für Schwerlastverkehr, müsste der astor aus Jülich alternativ bei Köln/ Leverkusen über den Rhein und dann A1 bis Münster, weil auch die A43 bei Herne nicht schwerlastfähig ist, von Münster ginge es dann wohl nördlich bis zur A30 und dann auf die A31 nach Süden, wenn man die Vorgabe möglichst viel Autobahn einhalten will… Das gesamte Sicherheitskonzept taugt also wirklich nur auf dem Papier! Castor stoppen!