erster Jülich Castor in Ahaus angekommen

Kurz nach 2 Uhr heute Nacht ist der erste von 152 Castor-Behältern aus Jülich in Ahaus angekommen. Ein Riesen-Aufwand und Polizei-Aufgebot für eine Atommüllverschiebung, die uns im langfristig sicheren Umgang mit dem Atommüll nicht weiter bringt, solange es kein Endlager gibt.

Wir haben den Castor mit verschiedenen Protest-Aktionen begleitet und werden das auch bei den nächsten Castor-Transporten tun. Denn schon mit den Castor-Transporten 1998 und 2005 zeigte sich, Widerstand wirkt! Ohne die Proteste, wäre die Ahauser Halle heute schon voll! Und aus Mainz, Berlin und Garching sind weitere Castor-Transporte angekündigt. Wer Atommüll produziert, muss sich auch vor Ort kümmern! Um das einzufordern ist weiterer Protest gegen jeden einzelnen Castor-Transport nötig!

Und wir haben gestern gezeigt, dass das möglich ist: Am Demozug nahmen kurz nach Start ca. 300 Menscen teil, in der Innenstadt schätzte der WDR 500 Teilnehmende. Vor dem Zwischenlager waren zwischenzeitlich trotz polizeibedingter Umwege ca. 100 Menschen bei der Mitternachtsmahnwache, an der A42-Brücke in Duisburg bis zu 50 und in Jülich ca. 30, wobei die Polizei viele auch trotz Anmeldung nicht durchließ. Einige Bilder und Berichte findet ihr bei unserem Mastodon-Account.

Die Polizei hat gegenüber dem WDR nochmal die Sorge um marode Brücken indirekt bestätigt: Einige durfte der 130t LKW nur mit 5 km/h passieren. Und laut Kölner Stadtanzeiger wurde wegen der maroden Brücken nur ein LKW losgeschickt statt zwei oder drei gemeinsam. Eine Ausweichroute gab es offenbar nicht, selbst der eine von zwei möglichen Kreisverkehren in Ahaus weist inzwischen eine Absackung auf – ob er damit für den Castor passierbar gewesen wäre, ist unklar.