Update 9 03:44: Castor hat mit einem großen Konvoi von mind. 50 Fahrzeugen das Zwischenlager Ahaus erreicht. Danke an alle, für das Engagement. Wenn Protest die Transporte sichtbar macht, können Pannen wie heute nicht einfach verschwiegen werden (laut Polizei-Presse lief alles „reibungslos“…). Nur mit Beharrlichkeit werden wir die Atompolitik dazu bewegen, sich mit langfristigen Sicherheitskonzepten beim Atommüll auseinanderzusetzen.
Update 8 23:30 Uhr: Castor verlässt das Forschungszentrum Jülich ca. 30 Minuten nach zwei großen Polizei-Konvois.
Update 7 23:10: Castor offenbar noch in Jülich, wurde an Mahnwache noch nicht gesehen. Grund sind angeblich Probleme mit der Elektrik. Polizei-Kolonnen sorgen aber schon für Verzögerungen auf der A44.
Update 6: 20:50 Uhr: Die Spontan-Versammlung an der A44 Raststätte Rurtal-Ost wurde mit Verweis auf §33 STVO geräumt, angeblich wird die A44 bereits gesperrt.
Update 5, 19:30 Uhr: In Ahaus waren ca. 230 Menschen bei bester Stimmung bei der Auftaktdemo und haben auf der Transportstrecke ein großes menschliches X gebildet. Nun geht es mit guter Stimmung bei der Dauermahnwache am Zwischenlager weiter. Ebenso bei zwei Mahnwachen in Jülich, bei der Mahnwache in Bottrop – und bei einer Spontanversammlung auf der Raststätte Rurtal Ost an der A44. Diese wird aktuell von der Polizei geduldet – kommt gerne dazu.
Weitere Bilder im Castorticker.
Update 4, 21.4.26: In Jülich haben am Mittag und in Ahaus am Nachmittag mit Absperrmaßnahmen die konkreten Vorbereitungen für den zweiten Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus begonnen. Unterdessen haben Atomkraftgegner:innen in Jülich ab 18 Uhr eine zweite Mahnwache an der Aachener Landstr. 25 (Königshäuschen) direkt an der Route zur Autobahnauffahrt an der A44 angemeldet. Auch die zentrale Mahnwache am Forschungszentrum (Ecke Wilhem-Johnen-Str./Stetternicher Staatsforst-Str.) beginnt um 18 Uhr. Hier war es beim ersten Castor zu massiven Zugangsbehinderungen seitens der Polizei gekommen.
In Bottrop gibt es unterdessen einen Rechtsstreit mit dem federführenden Polizeipräsidium Münster. Atomkraftgegner:innen haben einen Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Münster eingereicht, weil die Polizei wie schon im Januar ein Betreten der beiden Autobahnbrücken Oberhausener Str. und Fernewaldstraße an der A2 in Nachbarschaft des Rasthofs Bottrop-Süd untersagt hat. Im Januar kippte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen das Betretungsverbot. Das nunmehr zuständige Verwaltungsgericht Münster will noch heute entscheiden.
In Ahaus konnten Atomkraftgegner:innen schon in den Vorgesprächen durchsetzen, dass ihre Demo vom Rathaus heute Abend direkt über die Castor-Strecke zum Zwischenlager Ahaus führt. Auch das hatte die Polizei zunächst untersagen wollen.
„Bundesumweltministerium und NRW-Landesregierung haben politisch versagt“
Angesichts des immensen polizeilichen Aufwands, der Probleme mit der maroden Infrastruktur auf Straßen und Brücken sowie der Gefahr von Anschlägen und Sabotage kritisieren wir das Bundesumweltministerium sowie die NRW-Landesregierung: Anstatt eine transportfreie Lösung für Jülich zu erarbeiten, haben das Bundesumweltministerium und die NRW-Landesregierung politisch komplett versagt. Hier werden Tausende Polizisten ohne jeden Sinn und Verstand zusammengezogen – und das auf Jahre hinaus Dutzende Male. Doch keiner dieser gefährlichen Autobahn-Atommülltransporte trägt zur Entsorgung des hochradioaktiven Atommülls bei – auch Ahaus ist nur ein Zwischenlager, dessen Genehmigung schon 2036 ausläuft. Wie kann Politik so blind sein? Wir fordern auch in dieser Situation dringend aus der Düsseldorfer Staatskanzlei und dem NRW-Wirtschaftsministerium eine politische Initiative, um diesen Wahnsinn zu beenden, bevor es zu ernsten Unfällen und noch mehr Verschwendung knapper Personalressourcen kommt!
Update 3, 21.4.26: WDR meldet groß, dass heute der Castor fährt – also auf nach Jülich, Bottrop und Ahaus!! Mit diesem riesigen Aufwand werden die 152 Castoren nicht nach Ahaus kommen (oder erst in 10 Jahren) – bringen wir die Castor-Lawine zum Erliegen!
Update 2, 20.4.26: Es gibt eine weitere Mahnwache in Jülich nahe der Autobahn-Auffahrt Jülich West . Kommt ab 18 Uhr zur Aachener Landstraße 25 (Königshäuschen), Bushaltestelle Neubourheim, erreichbar mit Bussen aus Aachen und Jülich.
Update 20.4.26: Sollten Polizei und die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) keinen Rückzieher machen, gehen Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW davon aus, dass der zweite Castor-Transport von Jülich nach Ahaus am Dienstag, 21.4.2026, stattfindet. In Jülich, Bottrop und Ahaus sind nun neue Proteste vorbereitet und bei der Polizei angemeldet.
In Jülich findet wieder ab 18 Uhr eine Dauer-Mahnwache vor dem Forschungszentrum Jülich statt, die genaue Adresse lautet: Ecke Wilhem-Johnen-Straße/Stetternicher Staatsforst Straße. Hier rechnen die Initiativen wieder mit Einschränkungen bei der Anreise, bisher blieben Anfragen an die Rurtalbahn zum Ausfall des Haltepunktes „Forschungszentrum“ unbeantwortet. Es handelt sich um eine angemeldete Mahnwache, die Polizei muss also den Zugang im Rahmen des Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit gewähren – und das diesmal bitte ohne lange Umwege!
In Ahaus gibt es um 18 Uhr eine Auftaktkundgebung vor dem Rathaus mit anschließender Demonstration zur Transportstrecke an der Kreuzung Schöppinger Straße/Schorlemer Straße. Hier hat die Polizei inzwischen einer symbolischen Blockade in Form eines aus Menschen gebildeten, großen X auf der Transportroute zugestimmt. Ebenso darf anschließend ein Demonstrationszug über die Transportroute der Schöppinger Straße zum Ahauser Atommülllager ziehen. Dort findet wieder eine Mahnwache statt, bis der Castor das Zwischenlager erreicht. Protest muss dort statfinden, wo das Atommüll-Dilemma sichtbar wird! Hier wird jahrelang Atommüll von A nach B gekarrt und Herr Spahn faselt davon, im Abbau befindliche AKW wieder in Betrieb zu nehmen – so einen Unfug nehmen wir nicht hin!
In Bottrop haben Aktivist_innen ab 20.30 Uhr eine Mahnwache an der Kreuzung Fernewaldstraße/Oberhausener Straße angemeldet. Wenn der Castor in Jülich losfährt, soll die Mahnwache mit leuchtenden Xen auf die beiden Autobahnbrücken über die A2 verlagert werden. Die Aktion ist bei der Polizei angemeldet, sollte es Auflagen geben, mit denen kein Protest in Castor-Sichtweite möglich ist, wird gegebenenfalls vor dem Verwaltungsgericht geklagt.
„Unverzügliche Räumung“ des Zwischenlagers Jülich eine Farce
Angesichts des polizeilichen Aufwands, der Probleme mit der maroden Infrastruktur und der Terrorgefahr wird die Ahaus-Option nach Ansicht der Anti-Atom-Initiativen zur Farce: „Nach zwölf Jahren Vorbereitung und einer bisherigen Transportgeschwindigkeit von einem Castor pro Monat ist die behördlich angeordnete `unverzügliche Räumung` des Jülicher Zwischenlagers eine Farce. Dies zeigt, dass es nicht um einen sinnvollen Umgang mit dem Atommüll geht! Das ist kein Konzept, sondern Irrsinn, der lediglich den Wünschen der Atommüllverursachern entspricht, deren Verantwortung abzuschieben und zu verschleiern!
Verbreitet die Sharepics und Termine und kommt nach Ahaus, Bottrop, Jülich! Alle Infos auf unserer Sonderseite Castor-Alarm Tag X²
