Offenbar sind auch für diese Woche erneut Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus geplant: Und zwar sollen voraussichtlich am Dienstag (14.7.) und Mittwoch (15.7.) jeweils ein Castor über NRW-Autobahnen nach Ahaus rollen. Es wären der 7. und 8. von insgesamt 152 geplanten Transporten, bei den Einzeltransporten wegen maroder Brücken hilft auch die Verlängerung der Transportgenehmigung um ein Jahr nicht. Im Gegenteil, dass ist Augenwischerei und man hangelt sich von Genehmigung zu Genehmigung um der Bevölkerung irgendwie eine „Entsorgung des Atommülls“ vorzutäuschen. Bei den Transporten 5 & 6 zeigte sich, dass die Polizei erneut die Sicherung der Brücken über die Autobahnen zurückgefahren hat. Wir sagen ganz klar: Die Sicherung von Castor-Transporten darf nicht von der Protest-Aktivität abhängen, sondern muss jederzeit gegen Sabotage und Anschläge gewährleistet sein – auch wenn wir mal keine Mahnwachen oder Fahrrad-Demos zur Autobahn-Brücke ankündigen…
Vor mehr als zehn Jahren wurde ein neues Zwischenlager für den alten Reaktorkern des AVR-Versuchsreaktors gebaut. Warum konnte für die anderen atomaren Hinterlassenschaften, die 152 Castorbehälter, nicht auch gleich ein neues Zwischenlager gebaut werden, sodass der Atommüll bis zur Klärung der Endlagerproblematik in Jülich bleiben kann?
Gegen desen Atommüll-Wahnsinn auf den Autobahnen quer durch NRW werden wir gemeinsam mit den anderen Gruppen weiterhin potestieren:
- Für Dienstag, 14.7. sind um 20 Uhr eine Kundgebung und nächtliche Mini-Rad-Demos ab der Autobahnbrücke A31 bei Ahaus/ Legden Straße „Beikelort“ angekündigt
- Die Bürgerinitiative “Kein Atommüll in Ahaus” hat für Mittwoch ab 20 Uhr wieder eine Mahnwache angemeldet. Sie soll wie bislang an der Kreuzung Schorlemerstraße/Schumacherring stattfinden (Parkplatz Teppichboden- Janning).
- Das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ ruft für Dienstag und Mittwoch spontan zu Mahnwachen auf. Die Aktivisten werden ab 20 Uhr an der gewohnten Stelle an der Ecke Wilhelm-Johnen-Straße/Stetternicher Staatsforststraße stehen.
