– 19. März, 18 Uhr: Mahnwache vor BGZ-Infoabend im Rathaus Ahaus
– 18 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
– 18 Uhr: Demo in Ahaus vom Bahnhof zum Rathaus
– ab 20 Uhr: Nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus
Mit einem Aktionsfahrplan bereiten wir und andere Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände uns auf die Proteste zum ersten Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich über 170 Autobahn-Kilometer nach Ahaus vor. Auftakt ist am jetzigen Donnerstag, 19. März, um 18 Uhr mit einer Mahnwache vor dem Rathaus in Ahaus. Dort wollen ab 19 Uhr die Vertreter der Atommüll-Behörden und bundeseigenen Zwischenlager-Verwalter die Ahauser Bevölkerung in einer öffentlichen Veranstaltung zu den anstehenden Castor-Transporten informieren. Die Anti-Atomkraft-Initiativen kritisieren scharf, dass die verantwortlichen Minister aus Berlin und Düsseldorf nicht anwesend sind und die Arbeit an untergeordnete Ebenen delegieren. Offenbar kneifen die verantwortlichen Minister/innen und haben Angst vor Bevölkerung.
Konkret befürchten wir noch vor Beginn der NRW-Osterferien den ersten von insgesamt bis zu 152 Castor-Transporten mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich über 170 Autobahn-Kilometer ins Zwischenlager Ahaus. Am Castor-Transporttag Tag X1 wird es um 18 Uhr jeweils eine Kundgebung vor dem Forschungszentrum Jülich geben sowie eine Demo ab Bahnhof Ahaus in die Innenstadt. Ab 20 Uhr ist eine nächtliche Atommüll-Dauermahnwache vor dem Zwischenlager in Ahaus-Ammeln angemeldet.
Wir sind tief enttäuscht von der Bundes- und NRW-Landesregierung. Wir kämpfen schon seit 16 Jahren gegen diese verantwortungslosen Atommüll-Pläne. Doch zu keinem Zeitpunkt wurde eine konstruktive Lösung gesucht, um die hochgefährlichen Atommülltransporte über die Autobahnen von NRW zu verhindern. Anstatt in Jülich für die 152 Castoren ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager zu bauen, fürchten wir eine Dauerlagerung in der Lagerhalle in Ahaus, deren Genehmigung auch schon 2036 ausläuft. Und im Hintergrund wartet schon Markus Söder mit seinem atomwaffenfähig hochangereichertem Uran aus dem Forschungsreaktor Garching. Ohne Klärung der Endlagerfrage sind Atommülltransporte nach Ahaus eine Reise ohne Ziel. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Wir werden deshalb gegen die Castor-Transporte entschlossen und anhaltend auf die Straße gehen.
Dass sich weder Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), dem die Jülicher JEN untersteht, noch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) oder NRW-Atomministerin Mona Neubaur (Grüne) in Ahaus den Fragen und berechtigten Sorgen der Bevölkerung persönlich stellen, ist eine Bankrotterklärung der Politik. Immer wieder wird der Vertrauensverlust in „die Politik“ beklagt, doch dann müssten am Donnerstag in Ahaus die vier verantwortlichen Minister:innen in Ahaus auf dem Podium sitzen – und nicht die nachgeordneten Behörden. Bei der Gelegenheit könnten sie dann auch erstmals in 16 Jahren auf höchster Ebene persönlich über eine politische Lösung der Atommüll-Frage sprechen – Das haben sie bislang nämlich noch nie getan – doch noch ist es nicht zu spät!
Wir gehen von einem sehr kurzfristigen Bekanntwerden des Transporttermins für den ersten Castor aus, also haltet Augen und Ohren auf: Stahlplatten/ Konstruktionen und/ oder abmontierte Schilder an den Kreisverkehren (von den Autobahn-Abfahrten Ledgen bzw. Heek nach Ahaus reinkommend), auffällig viel Polizei in Jülich und Ahaus. Informiert euch über den Ticker und tragt euch in die Signal-Gruppen ein. Eine Übersicht findet ihr auf unserer Castor-Tag-X-Sonderseite.
