Update 3. März: Das OVG Berlin-Brandenburg hat gestern die Eilklage des BUND NRW gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für die 152 Autobahn-Castoren von Jülich nach Ahaus zurückgewiesen – der jahrelange hochradioaktive Autobahn-Wahnsinn kann also noch vor den NRW-Osterferien beginnen!!
Deshalb: Kommt jetzt Samstag, 7. März, um 11.30 Uhr zur großen Anti-Atom-Demo ab Rathaus Ahaus in der Fußgängerzone !!
Teilt die Demo-Sharepics und den Demo-Aufruf auf www.bi-ahaus.de, klinkt euch in die Social-Media-Kanäle ein und organisiert wenn möglich Fahrgemeinschaften oder setzt euch am Samstag in Bus oder Bahn nach Ahaus.
Ihr wohnt an der 170 km langen Castor-Strecke zwischen Jülich und Ahaus? Kein Problem: Übernehmt die „Patenschaft“ für eine Autobahnbrücke oder Abfahrt und organisiert Mahnwachen für den Tag X. Selbst wenn das beim ersten Mal noch sehr spontan sein sollte – wir haben ja Dutzende Atommüll-Konvois – und der Protest wird erfahrungsgemäß deutlich größer werden, wenn klar wird, was und wie das eigentlich läuft mit dem hochradioaktivem Atommüll und riesigen Polizei-Konvois plus Hubschrauber und Drohen – sowie Autobahn-Sperrungen für freie Castor-Fahrt nach Ahaus.
Wir fordern weiterhin von der Bundesregierung und der NRW-Landesregierung:
– Keine Atommüll-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus!
– Uranfabriken in Gronau und Lingen stilllegen!
Mehr als 50 Organisationen rufen für Samstag, den 7. März, zu einer Anti-Atom-Demonstration in Ahaus auf. Sie untermauern damit ihre Forderung nach einem Verzicht auf den Transport des hochradioaktiven Atommülls aus dem Forschungszentrum Jülich und dem Forschungsreaktor Garching ins Zwischenlager Ahaus. Atommüll soll nur noch einmal transportiert werden, nämlich in ein Endlager. Bis dahin muss eine möglichst sichere Zwischenlagerung erfolgen. Derzeit klagt noch der BUND NRW vor dem OVG Berlin-Brandenburg gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung.
Zugleich fordern die 50 Organisationen in ihrem Demo-Aufruf die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Bundesregierung nach Medienberichten den Einstieg des Kreml-Atomkonzerns Rosatom in die Brennelementefertigung im Emsland befürwortet. Die Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW und dem Emsland kritisieren deshalb scharf die Bundesregierung für ihre verfehlte und sicherheitsgefährdende Atompolitik.
Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Und das Zwischenlager in Ahaus bringt keinen Sicherheitsgewinn. Auch dort läuft die Genehmigung bereits 2036 aus. Deshalb fordern wir weiterhin eine politische Lösung zwischen Bundes- und NRW-Landesregierung, die eine möglichst sichere Weiterlagerung des Atommülls in Jülich ermöglicht. Anstatt den ersten Castor-Transport mit einem erheblichen Polizeiaufwand vorzubereiten, sollten alle Beteiligten endlich zurück an den Verhandlungstisch. Wenn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirklich auf jeden Castor gut verzichten kann, wie er letzten Sommer gesagt hat, dann muss er jetzt endlich die Initiative ergreifen, um die hochriskante Atommüll-Lawine für NRW zu verhindern!
15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist der bundesdeutsche Atomausstieg an Münsterland und Emsland vorbeigegangen. Sinnlose und gefährliche Atommüll-Verschiebung von einem Zwischenlager in ein anderes und der Weiterbetrieb der zwei Uranfabriken in Gronau und Lingen sind das Gegenteil von Atomausstieg. Und wenn jetzt noch der Kreml-Atomkonzern Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen mit eingebunden werden soll, wird eine Grenze überschritten. Wir fordern die Vollendung des bundesdeutschen Atomausstiegs – und das heißt Stilllegung der beiden Atomanlagen. Wir brauchen eine Intensivierung der Energiewende!
Zur Demo am 7. März in Ahaus ruft inzwischen ein breites Spektrum von Anti-Atomkraft-Initaitiven, Umweltverbänden, Klimagruppen, Kirchen und Parteien auf. Wir rechnen zudem damit, dass sich die Proteste deutlich vergrößern werden, falls Bundes- und NRW-Landesregierung tatsächlich mit dem jahrelangen Transport der 152 Castor-Behälter aus Jülich nach Ahaus starten sollten. Das wäre die größte Transportserie von hochradioaktivem Atommüll in der Geschichte der Bundesrepublik. Es ist deshalb absolut unverständlich, warum von der NRW-Landesregierung so wenig zu hören ist!
