‚Exportverbot‘ für Atommüll könnte über 450 Castor-Exporte erlauben

Im Rahmen der Novellierung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) soll das Atomgesetz (AtG) um ein Exportverbot für Atommüll aus Forschungsreaktoren ergänzt werden. Das Bundesministerium für Forschung und Bildung spricht beim AVR Jülich ständig von einem Forschungsreaktor (obwohl es keiner ist) und das Gesetz enthält gravierende Ausnahmen, die auf die Castoren des AVR Jülich und des THTR Hamm zugeschnitten sind. Damit konterkariert das Gesetz die Empfehlung der Endlagerkommission sowie den rot-grünen Koalitionsvertrag der NRW-Landesregierung, der Castor-Exporte aus Jülich ausschließt! Ebenso wird suggeriert, dass Castortransporte von Jülich nach Ahaus notwendig seien, um Castorexporte von Jülich in die USA zu verhindern! Das Bündnis gegen Castor-Exporte hat das Gesetz ausführlich analysiert: „‚Exportverbot‘ für Atommüll könnte über 450 Castor-Exporte erlauben“ weiterlesen

Exportverbot bleibt umstritten – Offenbar keine Einigung beim Krisengespräch im Bundeskanzleramt

Das Krisengespräch im  Bundeskanzleramt zum Atommüll-Export am vergangenen Donnerstag zwischen Bundesforschungsministerium, Bundesumweltministerium und Vertretern der Bundestagsfraktionen von SPD, CDU, Grünen und Linken in der Endlagerkommission hat offensichtlich kein Ergebnis hervorgebracht. Eine offizielle Mitteilung zu Gesprächsergebnissen war bislang nicht zu finden. Der Streit um die Ausweitung des Export-Verbots für Atommüll auch von Forschungsreaktoren geht offenbar weiter und führte sogar zu einer Verzögerung der Novellierung des Standort-Auswahl-Gesetzes für ein Atommüllendlager (StandAG).  „Exportverbot bleibt umstritten – Offenbar keine Einigung beim Krisengespräch im Bundeskanzleramt“ weiterlesen

Bericht von der Mahnwache in MS

Ca. 20 Personen beteiligten sich an der Mahnwache im Rahmen der Aktionstage gegen Urantransporte vor dem Münsteraner HBF. Es wurden viele Flyer verteilt und zahlreiche PassantInnen auf die ständigen Urantransporte hingewiesen. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor Ort und begleitete die Reise-Gruppe nach der Mahnwache bis zum Zug, damit diese auch ja weiterfuhren…

Bilder und die Pressemitteilung zu den Aktionstagen findet ihr auf urantransport.de

10 Orte zum Einsteigen und Mitmachen – Aktionstage gegen Urantransporte

inzwischen gibt es an 10 Orten Mahnwachen und Treffpunkte für die Aktionstage gegen Urantransporte auf der Zugstrecke zwischen Hamburg und Trier am kommenden Wochenende, 18.+19. Februar. Symbolisch wird „Uranoxid“ von Norddeutschland nach Frankreich gebracht – in Trier treffen sich deutsche und französische Aktivist_innen und das „Uranoxid“ wird übergeben. Im Gegenzug gibt es symbolisch „Uranhexafluorid“ aus Narbonne und ein Souvenir aus der französischen Endlager-Baustelle Bure und damit geht es zurück in den Norden nach Gronau.
In Münster findet am Samstag, 18.2. von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr eine Mahnwache vor dem DB-Reisezentrum am Bremer Platz statt. Kommt vorbei und bringt Freunde, Fahnen und Transparente mit! Wer weiter mit nach Trier fahren will, meldet sich zwecks Schlafplatz am besten unter kontakt@urantransport.de. Für gemeinsame Gruppentickets ab Münster kommt am besten rechtzeitig zur Mahnwache.
In Gronau wird die reisende Aktionsgruppe am Sonntag, 19.2. um 17:04 Uhr von den Gronauer UAA-GegnerInnen empfangen, ab Münster könnt ihr das letzte Stück mit dem Zug um 16:08 Uhr bis Gronau mitfahren.
Alle Infos zu den Aktionstagen findet ihr auf urantransport.de

Explosion im AKW Flamanville – und Lingen liefert die Brennelemente

Nach der Explosion im nordfranzösischen AKW Flamanville müssen beiden dortigen Reaktoren stillgelegt sowie der dortige Bau eines neuen Reaktors gestoppt werden. Auch eine Explosion im nicht-nuklearen Teil kann schnell für das gesamte AKW schwerwiegende Konsequenzen haben. Es zeigt sich auf dramatische Weise, wie gravierend die Sicherheitsprobleme in vielen französischen AKW sind.

Auch die beiden betroffenen Reaktoren Flamanville 1 und 2 sind in den vergangenen Jahren aus der emsländischen Brennelementefabrik Lingen mehrfach mit Brennelementen beliefert worden. „Explosion im AKW Flamanville – und Lingen liefert die Brennelemente“ weiterlesen